VORWORT

Wenn Sie heute diese Sonderpublikation in Händen halten, gibt es dafür einen ganz besonderen Anlass: den Führungswechsel an der Spitze unseres voestalpine-Konzerns. Mit der Hauptversammlung am 3. Juli 2019 übergibt Wolfgang Eder den Konzernvorsitz an Herbert Eibensteiner.


In meiner Zeit als Vorsitzender des Aufsichtsrates der voestalpine AG habe ich ein paar Zäsuren erlebt. Eine war die vollständige Privatisierung des Konzerns im August 2005, eine andere der größte Zukauf in der Geschichte der voestalpine, die Akquisition von BÖHLER-UDDEHOLM 2007 um den stolzen Kauf- preis von 4 Mrd. Euro nach einer Entscheidungsvorbereitung von gerade einmal 14 Tagen. Eine Heraus- forderung, die man sich als Unternehmen nicht wünscht, der man sich aber stellen muss, war die welt- weite Wirtschaftskrise (Lehman Brothers) ab dem Jahr 2008. In einer beispiellos solidarischen Aktion von Vorstand, Betriebsrat sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat unser Konzern diese schwie- rigen Monate nicht nur ziemlich unbeschadet überstanden, sondern ist am Ende gestärkt aus dieser Krise hervorgegangen.


One step ahead: Das ist das Leitmotiv des Konzerns und es ist die Handlungsmaxime unseres Vorstands- vorsitzenden Wolfgang Eder. Dass er jetzt die Verantwortung in jüngere, gleichzeitig aber bewährte Hän- de legt, ist der Anlass für diese Sonderpublikation. Sie trägt den Titel „Future in Mind“ und widmet sich den spannendsten Herausforderungen, denen sich das Unternehmen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stellen muss. Sie vergisst dabei nicht auf wichtige Meilensteine aus der Vergangenheit. Herzstück ist ein gemeinsames Interview mit Wolfgang Eder und Herbert Eibensteiner, das nicht nur Aus- druck einer vertrauensvollen und von großem gegenseitigen Respekt geprägten Übergabe ist, sondern auch ein großes Maß an zu erwartender Kontinuität manifestiert.


Titel und Inhalt der Publikation versuchen, den weiten Horizont, in dem Wolfgang Eder denkt und lebt, zu umfassen. Er hat immer die Zukunft im Blick und ist in vielen Fragen und Themen einen Schritt vor- aus. Er hat gelenkt und doch immer laufen lassen, er hat ein Gespür für Menschen und ein Gefühl dafür, wo die Grenzen sind. Er hat das Unternehmen geprägt und mit seinem Team zu dem gemacht, was es heute ist: ein Technologiekonzern mit Weltgeltung, unschätzbarem Know-how, Marktführerschaft, höchs- ten Umweltstandards und mit hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auch Aktionäre sind.


Der voestalpine-Konzern ist Wolfgang Eder für seine Arbeit, sein Vordenken, sein Ausrichten des Unter- nehmens auf die Zukunft ebenso zu großem Dank verpflichtet wie für seine Menschlichkeit, seine Team- fähigkeit, seine Loyalität, seinen Optimismus und seinen unermüdlichen Einsatz. Ein Dank, den ich hier in allen Dimensionen mit großer Freude ausspreche.


Damit all das, was ihn auszeichnet, durch den Wechsel an der Spitze nicht mit einem Mal verloren geht, hat der Aufsichtsrat Wolfgang Eder gebeten, ein Mitglied dieses Gremiums zu werden, die Zustimmung der Aktionäre vorausgesetzt. Ich bin überzeugt, dass er in dieser neuen, nicht operativen Rolle einen wertvollen Beitrag für die weitere gedeihliche Entwicklung der voestalpine leisten kann und wird.


Der Wechsel von Wolfgang Eder zu Herbert Eibensteiner ist die vierte Zäsur in meiner Zeit als Aufsichts- ratsvorsitzender. Eine positive, weil ich den Wechsel aus zwei Gründen gelassen sehe. Zum einen, weil er gut und lange vorbereitet und durchdacht war. Zum anderen, weil mit Herbert Eibensteiner ein Mann die Spitzenposition des Konzerns übernimmt, der seit 30 Jahren im Unternehmen seine fachlichen wie menschlichen Qualitäten bestens unter Beweis gestellt hat. Mit Herbert Eibensteiner weiß ich die voest- alpine und ihre Zukunft in sehr guten Händen.


Meinem Dank an Wolfgang Eder schließe ich die allerbesten Wünsche für Herbert Eibensteiner und sein Team an. Er versteht sein Geschäft, ist eine Führungspersönlichkeit und denkt international. Alle Mitar- beiter, wo immer sie auf dem Globus für die voestalpine tätig sind, bitte ich auch weiter um ihren uner- müdlichen Einsatz und ihr Engagement.


Ihnen, den Lesern, wünsche ich eine interessante und spannende Lektüre von „Future in Mind“.

Dr. Joachim Lemppenau

Die gesamte Publikation als PDF (9,7 MB) herunterladen

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